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Dampf--freaks

Lokomotive FK 262
(alias ab 2015 als "BB 262" bezeichet)

Beschreibung der Lok und Fotos

Der Sound der "262 BB" auf der Seite 2 zu hören.

Auch diese Lokomotive ist in den Standard-Verzeichnissen deutscher Bahnen nicht zu finden - obwohl... "fast hätte es geklappt". Der Entwurf dieses Einzelstückes bei der Firma "Henschel" sollte ja auf der Weiterentwicklung der Neu-Baureihe 82 für die Deutsche Bundesbahn (ab 1950) basieren. Für den Dampflokfan, der nicht so tief in der ganzen Technik "drin steckt", sieht die Lok fast aus wie eine 82er auf einem Fahrgestell der 86. So etwas soll wohl auch angeblich/tatsächlich noch in der Anfangszeit der Bundesbahn als Plan-Idee für eine neue Baureihe vorhanden gewesen sein. Das ist wohl auch der Grund, dass im Web ziemlich viele "Diskussionen" erfolgten, ob das nun eine verhinderte Baureihe 83 für die DB war oder doch nicht oder sonstwas. An diesen unsinnigen Diskussionen nehme ich natürlich nicht teil.
Aber trotzdem: sowohl die Optik als auch besonders die Akustik zeigt irgendwie eine typische DB-Neubaulok - sieht so aus und klingt exakt auch genau so! Die jetzt "BB 262" (und umgekehrt beschriftet: als "262 BB") genannte Lokomotive, Stammlok auf der Museumsbahn am Wutachtal, die jetzt ja publikumswirksam "Sauschwänzlebahn" genannt wird, ist eine echt schöne Maschine. Deshalb und weil sie eben sehr nah an dem "Standard" der Einheits- und Neubauloks angelehnt wurde, soll sie auch hier auf der dampfsound-Domain eine eigene Seite erhalten.

262 BB mit Zug Weizen->Blumberg, Auzsfahrt Grimmelshofen, um 11:57h am 14.09.2018

Lokomotive 262 BB  mit dem üblichen Zug auf der Wutachtalbahn von Weizen nach Blumberg, hier zu sehen die Ausfahrt Grimmelshofen, um 11:57h am 14.09.2018.
(synchron zum Sound: cd310-02)

Die dampfsound.de-Seite hat jedoch den Titel der ursprünglich tatsächlich korrekten Bezeichnung: "FK 262", was auch früher mal (auch "umgedreht") in regulären Betriebszeiten auf den Lokschildern stand. Diese Zeit verbrachte sie eigentlich nur auf einer Privatbahn: "FK" für "Frankfurt Königsteiner Eisenbahn". Die "262" war dabei dann schon eine spätere und die letzte Numerierung der Lok.
Die jetzige sichtbare Bezeichnung als "262 BB" ist zwar bezüglich Authentizität reine Phantasie ("BB" für Blumberger Bahn", die es ja erst ein paar Jahre lang gibt), aber es sieht echt schick aus und erinnert tatsächlich an die damalige, reguläre Beschriftung.

Das folgende Zitat (von 1987 und daher ist der letzte Satz auch nicht mehr aktuell!) einschließlich des Fotos ist übernommen aus dem allen Lokfans wohl bekannten Standardwerk "Die Baureihe 86" des Eisenbahn Kurier Verlages (ich mache wieder hiermit absichtlich Werbung für dieses nicht zu vermissende Buch, um das zu dürfen...;-). In diesem Buch ist der Lok ein kurzer, zusammenfassender Absatz gewidmet:

die spätere FK 262 auf einem Werkfoto der Firma Henschel

Werkfoto Fa. HENSCHEL der zunächst als FK 7 und später als FK 262 bei der Eisenbahn Frankfurt-Königstein bezeichneten Lok.


Auf der Webseite (von M.Held, Nauheim) "oldtimer-veranstaltung.de" (link-Nennung = Werbung dafür!...;-), die eigentlich Oldtimer-Autos gewidmet ist, gab es in einem "Inserat" noch eine sehr schöne und ausführlichere Beschreibung zur Geschichte der Lokomotive zu lesen. Die war so gut geschrieben, dass sie hier zitiert werden soll:

"Die Dampflokomotive FK 262 ist die letztgebaute Dampflok für eine nichtbundeseigene Eisenbahn in Deutschland und ein technisches Unikat. Nach dem überarbeiteten Henschel-Entwurf für die Baureihe 83 für die Deutsche Bundesbahn (DB) von 1950 wurden zwei Lokomotiven gebaut. Sie wurde bei der Kleinbahn Frankfurt-Königstein im Jahr als FK 262 (Henschel 25263/54) 1956 in Dienst gestellt. Eine zweite Lok des gleichen Baumusters war für die Hersfelder Kreisbahn (Henschel 25277/53 Nr. 1II) gebaut und ist Mitte der 60er Jahre vermutlich in der Nähe von Ludwigshafen verschrottet worden.
Mit vier gekuppelten Achsen und einer Nach- und Vorlauf-Achse war sie perfekt geeignet für die Gebirgsstrecke. Sie konnte ohne Probleme die schweren Pendlerzüge von Frankfurt nach Königstein im Taunus befördern. Auf einer Bergstrecke, wo oft die alten preußischen Maschinen der FK versagten oder nur mit Nachschub arbeiten konnten wurde die FK 262 richtig aktiv. Die neu beschaffte FK 262 wurde nach einem schweren Unfall 1966 im Ausbesserungswerk Nied in Frankfurt wieder aufgebaut. Der Aufbau der Lok erhielt nach dem Unfall von 1966 einige Veränderungen gegenüber der Lieferung aus Kassel. Bereits im Jahr 1969 wurde die Lok von der FK wegen Aufgabe des Dampfbetriebes in den Ruhestand geschickt. Sie war gleichzeitig auch die letzte Dampflok der FK. Erst im Jahr 1977 verließ sie Königstein nach jahrelanger Abstellung meist im Freien. Käufer war die EUROVAPOR in der Schweiz. Im Bahnbetriebswerk Darmstadt-Kranichstein gammelte die Lok weiterhin Jahre vor sich hin und das Wrack wurde dann an den Käufer Osswald-Steam nach Huttwil in die Schweiz zum neuen Eigentümer geschleppt.
Der Blumberger Bahnbetrieb (BB) konnte die Lok FK 262 Ende 2012 von dem schweizer Besitzer erwerben. Die Lok hatte bereits einen neuen Dampfkessel mit Zulassung für die Schweiz erhalten. Im Jahr 2013 kam die Lok nach Meiningen ins Dampflokwerk, wurde endgültig betriebsfähig aufgearbeitet und für den Betrieb in Deutschland zugelassen, um auf der »Sauschwänzlebahn« zwischen Blumberg und Weizen täglich für Touristenzüge im Einsatz zu stehen. Dort erhielt sie an die Tradition anknüpfend die historische Betriebsnummer BB 262 und steht nach 46 Jahren wieder unter Dampf."