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Zahnradloks der Achenseebahn
Krach über Jenbach in Tirol:
Lokomotiven dröhnen hoch zum Achensee

Seite 1: Kurzbeschreibungen und Fotos - Teil 1

Die Soundaufnahmen - und zwar jede Menge! - der Meterspur-Zahnrad-Lokomotiven sind in der Tabelle auf der 2.Seite zu hören.

Zunächst einmal als kurze Beschreibung der Strecke und der Lokomotiven ein paar Zitate von der Web-Präsenz der Achenseebahn ("www.achenseebahn.at") sowie aus wikipedia ("https://de.wikipedia.org/wiki/Achenseebahn_1_bis_4").

Die Strecke:
“Die Achenseebahn hat ihren Ausgangspunkt am Bahnhof Jenbach, welcher einer der seltenen 3-Spurweiten Bahnhöfe ist. 3 verschiedene Verkehrsunternehmen mit drei verschiedenen Traktionsformen und drei verschiedenen Spurweiten treffen hier zusammen: Die Achenseebahn mit Meterspur, die österreichischen Bundesbahnen mit Normalspur (1,435m) und die Zillertalbahn mit ihrer Spurweite von 760mm.
Kurz nach dem Bahnhof Jenbach beginnt die Zahnradtrasse. Ab der Bedarfshaltestelle Burgeck bei km 1,4 beginnt die größte Steigung über die weitere Trasse mit 160‰. Nach 30 Minuten Fahrzeit erreicht man den höchsten Punkt der Bahntrasse: der Ausweich- und Scheitelbahnhof Eben, km 3,62, in 970 Meter Seehöhe. Knapp vor dem Bahnhof Eben endet die Zahnstrecke und führt nach Eben als Reibungsstrecke mit einem Gefälle von 25 ‰ weiter bis zur Endstation Seespitz.
Nach kurzer Fahrt wird noch der Bahnhof Maurach und später Maurach Mitte erreicht, bevor es zur Endstation Seespitz geht, welche auch Anlegestelle für die Achenseeschiffahrt ist. Die wichtigtsen daten der Strecke: Streckenlänge 6,76km, Höhendifferenz 440m, Höchsteigung 160‰, Durchschnittssteigung 130‰.

Die Lokomotiven:

Lok 2 der Achenseebahn in Jenbach 1893 fotografiert

Zum Beginn ein altes, historisches Foto aus den Anfangsjahren der Bahn:
Lok 2 der Achenseebahn im Jahr 1893 in Jenbach fotografiert.

"Die Lokomotiven für die Achenseebahn wurden 1888/89 von der Lokomotivfabrik Floridsdorf in Wien nach Konstruktionsplänen der Maschinenfabrik Esslingen gebaut. Sie erhielten dort die Nummern 1 bis 4 und die Namen THEODOR, HERMANN, GEORG und CARL. Ähnliche Lokomotiven waren von der Maschinenfabrik Esslingen schon 1884 an die Zsakaroczvölgyi Iparvasut in Oberungarn geliefert wurden.
Die Nummer 4 wurde nach dem Zweiten Weltkrieg ausgemustert, um fortan als Ersatzteilspender zu dienen. Die anderen Lokomotiven sind nahezu "unverändert" auf ihrer Stammstrecke in Betrieb, obwohl fast alle Bauteile nach und nach getauscht bzw. ersetzt werden mussten. Ab 2001 wurde aus dem noch vorhandenen alten Rahmen von Nr. 2, dem Antrieb der Nr. 3 und einem in Polen bei Interlok gefertigten neuen Kessel eine neue Nummer 4 aufgebaut. Lok 1 wurde am 16. Mai 2008 bei einem Brand im Heizhaus in Jenbach schwer beschädigt. [1] Lok 4 wurde wenige Wochen danach fertiggestellt und als Ersatz in Dienst gestellt; sie trägt heute die Namen EBEN am Achensee und HANNAH. Bis Ende 2009 konnte die Lok 1 neu aufgebaut werden, somit stehen der Achenseebahn danach vier Loks zur Verfügung."


technische Daten der Lokomotiven 1 bis 4:
Hersteller: Wiener Lokfabrik Floridsdorf Baupläne: Lokfabrik Esslingen
Baujahre: 1888 / 1889 Bauart: Bzn2
Spurweite: 1000 mm (Meterspur) Leistung: 180 PS / 132 kW)
Länge über Puffer: 5.650 mm
Dienstgewicht: 18,26 t Betriebsdruck: 11 bar
Räder-Durchm.: 898 mm Radstand: 2.350 mm
Bremsen: Gegendruckbremse nach Riggenbach, Rillenbandbremse am Vorgelege, Rillenklotzbremse am Bremszahnrad
Kesselspeisung: 2 nichtsaugende Injektoren Kesselneigung: 1:1,625
Rostfläche / Heizfläche: 0,91 m² / 50 m² Anzahl Siederohre: 169
Wasservorrat: 3 m³ Kohlenvorrat: 350 kg

"Die Lokomotiven sind mit drei voneinander unabhängigen Bremsen ausgerüstet, die ein Maximum an Sicherheit bieten. Der Antrieb der Loks wird vom Zylinder über Kreuzkopf und Triebstange auf eine Vorgelegewelle übertragen. Diese treibt mit einer Übersetzung von 1:1,95 die Zahnradachse samt Triebzahnrad. Kuppelstangen sorgen für die Kraftübertragung auf die Adhäsionsräder."
(DAS... hat zur Folge, dass die Loks schön "ästhetisch" wie ganz normale 2-Zylinderloks krachen, nur ganz besonders laut mit langen Schlägen und im Hinblick auf die Räder einen etwas "zu schnellen" Sound bieten, 1:1,95 eben...;-)

Weitere ausführliche Beschreibungen der Achenseebahn und ihrer Lokomotiven ist auf den entsprechenden "wikipedia"-Seiten zu finden...

Lok 1 im Betriebswerk Jenbach am Wasserkran, am 19.08.1995

Noch mal Lok 1  am selben Ort, weil... diese Krachmaschine für den Dampfsoundfan soo schön aussieht.

Lok 1 im Betriebswerk Jenbach am Wasserkran, am 19.08.1995

...und noch mal ganz von vorn fotografiert, am 19.08.1995.

AsB Lok 1 im Bw Jenbach, am 19.08.1995

Noch mal die AsB- Lok 1  im Bw Jenbach, am 19.08.1995.

Lok 1 ist mit gezogenem Zug oben in Bahnhof Seespitz eingetroffen und erhält sogleich Wasser, am 14.06.1997

Lok 1  ist mit gezogenem Zug oben in Bahnhof Seespitz eingetroffen und erhält sogleich Wasser, am 14.06.1997.
Diesen Zug hatte sie wie üblich von Jenbach bis Bahnhof Eben geschoben, und DAS liegt als tolle Mitfahrtaufnahme vor: nicht ganz aber fast synchron zu cd080‑02  (= ca.30 Minuten lang heftig lautes Krachen!).

Lok 2 und Lok 3 werden im Betriebswerk in Jenbach vorbereitet für die nächsten Bergfahrten, am 14.06.1997

Lok 2  und Lok 3  werden im Betriebswerk in Jenbach vorbereitet für die nächsten Bergfahrten, am 14.06.1997.

Lok 3 der AsB schiebt die in diesen Hauptsaison üblichen und schön schweren 2 Wagen von Jenbach hoch zum Achensee, wenige hundert Meter hinter dem Haltepunkt Burgeck fotografiert und synchron akustisch aufgenommen, um 15:16h am 02.08.2017

Lok 3  der AsB schiebt die in diesen Hauptsaison üblichen und schön schweren 2 Wagen von Jenbach hoch zum Achensee, wenige hundert Meter hinter dem Haltepunkt Burgeck fotografiert und synchron akustisch aufgenommen, um 15:16h am 02.08.2017.
(synchron zum Sound: cd297-02)

Lok 3 der AsB schiebt wie üblich lautstark 2 Wagen von Jenbach hoch, mitten im Wald zwischen Burgeck und Eben bei Strecken- Km 3,0, um 14:13h am 03.08.2017

Lok 3  der AsB schiebt wie üblich lautstark 2 Wagen von Jenbach hoch, mitten im Wald zwischen Burgeck und Eben bei Strecken- Km 3,0, um 14:13h am 03.08.2017.
(synchron zum Sound: cd297-07)

Lok 3 wartet vor dem mittäglichen Pendelzug, der im Sommerfahrplan nur einmal täglich zwischen Seespitz am Achensee-Anleger und Eben verkehrt, auf die Abfahrt, Bahnhof Eben um 13:34h am 04.08.2017

Lok 3  wartet vor dem mittäglichen Pendelzug, der im Sommerfahrplan nur einmal täglich zwischen Seespitz am Achensee-Anleger und Eben verkehrt, auf die Abfahrt, Bahnhof Eben um 13:34h am 04.08.2017.

Lok 1 Achenseebahn beim Umsetzen in Eben, fotografiert Anfang Juni 1985

Nun noch einige etwas "ältere" Fotos, nämlich aus Mitte der 1980iger Jahre, die noch einmal die typischen Betriebssituationen der Bahn zeigen. Wenn man genau hinsieht, ist zu erkennen, dass auch hier wieder mal - zumindest optisch - "gute alte Zeit" war: Es fehlt hier noch die durch die später neu ausgebaute, breite große Bundesstraße 181 von Jenbach hoch zum Achensee fortschreitende Betonierung der Landschaft. Rund um den Bahnhof Eben ging es zumindest optisch sehr beschaulich und schon fast idyllisch damals zu: der inzwischen riesengroße Beton+Asphalt-Straßenübergang direkt am Bahnhof, den man heutzutage exakt bei diesem Blick vor dem Fotoapparat hat, kam später... .
Lok 1  hat gerade von hochgeschobenen Zug abgesetzt und wird nun über die Weiche und das freie zweite Gleis nach vorn in Richtung Seespitz umsetzten, während im Hintergrund noch eine der anderen Lokomotiven (2 oder 3) schon abwärts Richtung Jenbach fährt, fotografiert Anfang Juni 1985.  (originales Foto: Karl S.)

Lok 3 vor der Kulisse des Achensees in Seespitz fotografiert, Anfang Juni 1985

Lok 3  nun "solo" und schön formatfüllend vor der Kulisse des Achensees in Seespitz fotografiert, Anfang Juni 1985.  (orig. Foto: Karl S.)